Zeit der Trauer

  • Trauergruppen für Kinder, Jugendliche für die Altersgruppen 3 bis 6 Jahren, 6 bis 12 Jahren und ab 13 Jahren
  • Trauergruppe für junge Erwachsene
  • Trauergruppe für Erwachsene 
  • Systemische Beratung in der Trauer
  • Gruppe für trauernde Eltern nach stiller Geburt
  • Trauergruppe für Eltern nach Kindsverlust
  • Trauergruppe nach Suizid eine Nahestehenden 
  • Kriseninterventions-Notversorgung:  Nach plötzlichem Versterben durch z.B. medizinische Notfälle wie Herzinfarkt usw., nach einem tödlichen Verkehrsunfall und nach einem Verbrechen im häuslichen Umfeld

Eine Übersicht kompakt gebündelt finden Sie in diesem Link.

Familientrauerbegleitung sowie Systemische Beratung in der Trauer

Wir bieten Familien, die mit mit dem Verlust eines Nahestehenden konfrontiert sind, die Möglichkeit der Familientrauerbegleitung sowie Systemischen Trauerberatung an. In dieser schwierigen Lebenslage kann die Familientrauerbegleitung sowie die Systemische Beratung mit der gesamten Familie darin unterstützen, vorhandene Ressourcen jedes einzelnen und der Familie zu erkennen und zu stärken, um vorhandene Kraftquellen zu nutzen. Die Familientrauerbegleitung und die Systemische Beratung nehmen dabei die Familie als System in den Blick und erkennen jedes Individuum in seiner Bezogenheit zu den anderen Systemmitgliedern an. Die Familienmitglieder stehen also in Beziehung zueinander, so dass ihr jeweiliges Verhalten untereinander von dieser Beziehungsdynamik beeinflusst ist. Jedes Familienmitglied verfügt über eine große Palette an Kompetenzen oder auch Lösungsideen, zu denen sie möglicherweise aufgrund des vorliegenden Zustands keinen Zugang haben.

Die Familientrauerbegleitung sowie die Systemische Beratung kann hier eine Orientierungshilfe geben und so dazu beitragen, die schwierige Lebenssituation besser zu überstehen. Dabei sind die Bedürfnisse jedes Individuums im familiendynamischen und systemischen Prozess ein wesentlicher Wegweiser, der Berücksichtigung findet.

Trauergruppe für Kinder und Jugendliche

Wenn Kinder/Jugendliche einen geliebten Menschen verlieren, sei es durch eine schwere Krankheit oder plötzlich durch einen Unfall, kehrt sich ihre Welt um. Alles, was sicher und beständig war, ist zerbrochen.

Erschwerend kommt hinzu, dass das verbliebene Elternteil ebenso wie Geschwister und Großeltern, ebenfalls in einem tiefen Trauerloch stecken und nicht wirklich der jetzt so wichtige Halt sein können. Entscheidet sich die Familie im weiteren Verlauf, eine Kinder- oder Erwachsenen-Trauergruppe aufzusuchen, dann kann sich dort in einem geschützten und einfühlsamen Rahmen ausgetauscht, gestützt und verstanden werden. Alle Teilnehmer verbindet ein ähnliches Schicksal, alle kennen die Sprachlosigkeit, einmal ihre eigene, aber auch die des Umfelds, alle kennen diese ver-rückten Gefühle der Wut, des inneren, verzweifelten, stummen, einsamen Weinens, aber auch das schlechte Gewissen, wenn man mal wieder lacht. Dass all dies „normal“ in einer absolut unnormalen Lebenssituation ist, wird in diesen Gruppen erfahren.

Und wenn man sich selbst wieder langsam vertraut, seinen Gefühlen, sie zulassen kann, kann sich eine neue Stabilität aufbauen. Ein langer Weg in kleinen Schritten.  In unseren Gruppen werden die Kinder und Jugendlichen durch qualifizierte Fachkräfte behutsam und bedürfnisorientiert auf diesem Weg begleitet.

Trauergruppe Erwachsene nach Partnerverlust

Der Verlust eines nahestehenden Angehörigen erschüttert.

Durch die Teilnahme an einer Gruppe mit anderen Trauernden kann der individuelle Weg gestaltet werden. Es können Impulse gegeben werden und eine bedürfnisorientierte Begleitung den Trauerprozess positiv beeinflussen.

Das Verständnis für die eigene Trauer und den eigenen Weg kann erarbeitet und aufgebracht werden. Durch Entlastung können die Betroffenen als auch die Angehörigen erfahren, dass es sogar in schwierigen Situationen Möglichkeiten und Wege gibt, erlernte Interventionskompetenz anzuwenden und das eigene Leben zu gestalten und positive Seiten herauszuarbeiten, um sich zu stärken und Resilienzen (Widerstandskraft) aufzubauen. 

 

Trauergruppe für Eltern nach stiller Geburt

Ein Kind zu verlieren, ist sicher das schlimmste Erlebnis, welches Eltern erleben müssen.

Die Wünsche und Vorstellungen, die man sich für seine Zukunft als Familie mit diesem Kind ausgemalt hat, zerbrechen in viele Teile. Der Schmerz ist unermesslich und das Geschehnis unbegreiflich.

Eine besondere Situation beschreibt die “stille Geburt”: Ein Baby wird geboren, aber es bleibt still. Es lebt nicht mehr, ist im Bauch oder bei seiner Geburt verstorben. Oder es ist sehr krank und wird nicht lange nach seiner Geburt leben.

Ein trauriger Abschied statt der Beginn eines glücklichen Lebensabschnitts…

Für diese Eltern bieten wir eine spezielle Trauergruppe an. Diese wird durch eine qualifizierte Fachkraft geleitet, welche viel Einfühlungsvermögen, Verständnis und Erfahrung mitbringt. Wer sich informieren oder anmelden möchte, darf sich gern bei uns melden.

Trauergruppe für Eltern nach Kindsverlust

Der Tod des eigenen Kindes ist der schlimmste Verlust, den ein Mensch erleben kann. Das Leid und der Schmerz sind unvorstellbar. Das gesamte Familiensystem gerät ins Wanken, besonders betroffen sind auch die Geschwister des verstorbenen Kindes. Sie verlieren neben dem Geschwister auch die Geborgenheit durch die elterliche Sicherheit und den bekannten Strukturen.  Der Trauerprozess ist ein wichtiger Aspekt in dem Begreifen, dass das Kind nie mehr wiederkommt. Ein Gefühl der Ohnmacht und tiefen Verzweiflung breitet sich in der Familie aus. Die meisten Menschen können Verlustschmerz aus eigener Kraft überwinden und ihren Trauerweg konstruktiv gehen. Sie verfügen über Resilienz. Resiliente Menschen sind in der Lage, nach Krisen oder schweren Verlusterfahrungen ihre innere Stabilität und ihr Gleichgewicht selbst wiederherzustellen. In der Literatur werden die hilfreichen und unterstützenden Faktoren als »die sieben Säulen der Resilienz« (Heller, 2013; Guhl, 2018) als Basis für die Stärke der Resilienz beschrieben.

Es sind u,a, die Fähigkeiten,

• die Situation zu akzeptieren und die Herausforderung anzunehmen;
• Optionen zu entwickeln und Lösungen zu suchen;
 • auf Beziehungen und Netzwerke zurückzugreifen und sie zur Unterstützung hinzuzuziehen
. die Zukunft in den Blick zu nehmen, sie zu gestalten. 

Um diese Fähigkeiten der Resilienz zu stärken und Eltern auf ihrem Weg einer neuen Sinnfindung ihres Lebens zu unterstützen, kann der Besuch einer Trauergruppe ein wesentliches Fundament sein. Im geschützten Rahmen können über Gefühle, Emotionen, Ängste, Wut und Sorgen mit ebenfalls Betroffenen unter Leitung einer ausgebildeten Fachkraft gesprochen werden.

Trauergruppe nach Suizid

Nimmt sich eine nahstehende Person das Leben, belastet das die Hinterbliebenen extrem.

Schuldzuweisungen, Selbstvorwürfe und Scham erschweren die Trauer. Wenn die Hinterbliebenen von dem Suizid erfahren, erleiden sie meistens einen Schock.  Der Suizid wird in der Regel auch kriminologisch untersucht, was die persönliche Abschiednahme und die nötige Ruhe zum Begreifen des Geschehens extrem stört. 

Suizide können Schuldgefühle und Selbstvorwürfe bei den Hinterbliebenen hervorrufen. Dazu kommen häufig noch Schamgefühle, so dass sich Hinterbliebene zurückziehen. Angesichts dieser zusätzlichen Belastungen liegt die Vermutung nahe, dass Hinterbliebene die Trauer nach einem Suizid schwerer bewältigen.

In Trauergruppen mit dieser schwerpunktmässigen Thematik der erschwerten Trauer nach Suizid finden die Hinterbliebenen Möglichkeiten, um in dieser Situation mit den geeigneten Ressourcen ihren weiteren Lebensweg zu gestalten. Durch Gespräche mit ebenfalls Betroffenen finden sie Entlastung und erfahren Verständnis.

Krisenintervention

Jeder Mensch kann durch einschneidende Erlebnisse in eine Krise geraten. Dies kann z.B. durch einen plötzlichen Todesfall im nahen Umfeld passieren. Es kann neben den Gesprächen mit Angehörigen oder Vertrauten hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Beratende und begleitende Gespräche bilden eine wesentliche Säule in der Kriseninterventionsunterstützung. Diese ist eine Methode der individuellen Begleitung der Unterstützung in einer akuten Krise.

Zu den Zielen von Krisenintervention zählen:

  • Linderung von quälenden Ängsten und Schuldgefühlen
  • das gemeinsame Herausarbeiten vorhandener Ressourcen, die zum Einsatz  zur Bewältigung der Krisensituation benötigt werden. Der Betroffene soll in die Lage versetzt werden, seinen Alltag wieder selbstständig zu bewältigen.

Die Krisenintervention stellt eine kurzfristige Unterstützung mit dem Ziel der Selbststärkung dar. Sie berücksichtigt die bisherigen Lebensumstände und Bedürfnisse des Betroffenen.